Berechnung der Anschlussabgabe

Berechnung der Wasseranschlussabgabe

Die Wasseranschlussabgabe ergibt sich aus dem Produkt von Berechnungsfläche (BFI.) und Einheitssatz (EsA).
                    Wasseranschlussabgabe = BFI. x EsA  

Der Einheitssatz (EsA)
Der Einheitssatz beträgt in Biedermannsdorf € 6,46.  

Berechnungsfläche (BFl.)
Die Berechnungsfläche wird in der Weise ermittelt, dass die Hälfte der bebauten Fläche
a) bei Wohngebäuden mit der um 1 erhöhten Anzahl der mit Wasser zu versorgenden Geschosse vervielfacht, b) in allen anderen Fällen verdoppelt und das Produkt um 15 % der unbebauten Fläche vermehrt wird.
Die unbebaute Fläche wird jedoch nur bis zu einem Gesamtausmaß von 500 m2 berücksichtigt.

Zur bebauten Fläche gehören nicht land- und forstwirtschaftliche Nebengebäude oder Teile von Gebäuden, die land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, es sei denn, dass sie an die Gemeindewasserleitung angeschlossen sind.
                    BFI. = (bbFl/2) x (G+1) + 15 % ubbFl (max. 75 m²)
bbFl ..... bebaute Fläche
G .……  Anzahl der Geschosse
ubbFl ... unbebaute Fläche  

Die Berechnungsfläche ist für jede angeschlossene Liegenschaft zu ermitteln.
Mehrere Gebäude auf einer Liegenschaft sind gesondert zu berücksichtigen. Die Beurteilung, ob ein einheitliches Bauwerk oder ob zwei Gebäude vorliegen, ist anhand der baulichen und funktionellen Gestaltung vorzunehmen.

Die in einer Ebene gelegenen Räume eines Gebäudes bilden ein Geschoss. Ein Geschoß gilt als angeschlossen, wenn es mit der öffentlichen Wasserversorgungsanlage derart in Verbindung steht, dass wenn auch nur an einer Stelle, gleich in welchem Raum, ein Rohr mündet, das zur öffentlichen Wasserversorgungsanlage führt.

Als bebaute Fläche gilt die lotrechte Projektion des äußersten Umrisses (Außenmauer) einer über das Gelände ragenden Baulichkeit. Dies gilt auch dann, wenn das Gebäude nicht in allen Geschossen gleichmäßig verbaut ist.

Wird ein Gebäude (Teil eines Gebäudes) zu land- und forstwirtschaftliehen Zwecken genützt und ist es nicht an die Wasserversorgungsanlage angeschlossen, zählt die Fläche des Gebäudes nicht zur bebauten Fläche.

Beispiel
EsA € 6,46
Liegenschaftsgröße 500 m² 
Wohnhausfläche 130 m² 
Angebaute Garage 30 m² 
Angeschlossene G 3 (Keller, Erd- und Dachgeschoss)  

BFI. = (bbFl/2) x (G+1) + 15 % ubbFl (max. 75 m²)
BFl. = (160/2)  x  (3+1) + 500 x 15 % (max. 75 m²)
BFl. =   80        x     4    +     75 m² 
BFl. =  € 395 m²   

Wasseranschlussabgabe = BFI. x EsA
Wasseranschlussabgabe = 395 m² x € 6,46
Wasseranschlussabgabe = € 2.551,70 exkl. USt.  

Berechnung der Kanaleinmündungsabgabe

Die Kanaleinmündungsabgabe ergibt sich aus dem Produkt von Berechnungsfläche (BFI) und Einheitssatz (Es). 
                    Kanaleinmündungsabgabe = Bfl x Es  

Der Einheistssatz (Es)
Der Einheitssatz beträgt in Biedermannsdorf € 18,68 (für Anschluss an Schmutzwasserkanal).

Berechnungsfläche (BFl.)
Die Berechnungsfläche wird in der Weise ermittelt, dass die Hälfte der bebauten Fläche (bbFI) mit der um 1 erhöhten Zahl der an die Kanalanlage angeschlossenen Geschosse (G) multipliziert und das Produkt um 15 % der unbebauten Fläche (ubbFI) vermehrt wird.
Die unbebaute Fläche wird jedoch nur bis zu einem Gesamtausmaß von 500 m² berücksichtigt.
Nicht angeschlossene Gebäude oder Gebäudeteile zählen zur unbebauten Fläche. 
                    BFI. = (bbFl/2) x (G+1) + 15 % ubbFl (max. 75 m²)
bbFl ..... bebaute Fläche
G …….. Anzahl der Geschosse
ubbFl ... unbebaute Fläche  

Die Berechnungsfläche ist je für eine Liegenschaft zu ermitteln. Mehrere Gebäude auf einer Liegenschaft sind gesondert zu berücksichtigen. Die Beurteilung, ob ein einheitliches Bauwerk oder ob zwei Gebäude vorliegen, ist anhand der baulichen und funktionellen Gestaltung vorzunehmen.

Als bebaute Fläche gilt die lotrechte Projektion des äußeren Umrisses (Außenmauer) einer über das Gelände ragenden Baulichkeit. Dies gilt auch dann, wenn das Gebäude nicht in allen Geschossen gleichmäßig verbaut ist.  

Nicht angeschlossene Gebäude und nicht angeschlossene Gebäudeteile zählen zur unbebauten Fläche.

Ein nicht angeschlossener Gebäudeteil liegt nur dann vor, wenn er sich vom übrigen Gebäude durch eine bis zu seiner obersten Decke durchgehende Wand abgrenzt und eine Nutzung als Garage, als gewerblicher oder industrieller Lager- und Ausstellungsraum aufweist oder land- und forstwirtschaftlichen Zwecken dient. Auch Räume innerhalb eines Gebäudeteiles, die nicht bis zur obersten Decke durchgehende Wände aufweisen, gelten als eigener Gebäudeteil.

Die Hälfte der bebauten Fläche jedes Gebäudes ist mit der um 1 vermehrten Zahl der angeschlossenen Geschosse ist zu multiplizieren. Die in einer Ebene gelegenen Räume eines Gebäudes bilden ein Geschoss. Steht ein Geschoss in diesem Sinn, mit der öffentlichen Kanalanlage solcherart in Verbindung, dass auch nur an einer Stelle, gleich in welchem Raum, ein Rohr mündet, welches schließlich zur öffentlichen Kanalanlage führt, so handelt es sich um ein an die Kanalanlage angeschlossenes Geschoss.  

Beispiel
Es € 18,68 (für Anschluss an Schmutzwasserkanal)  
Liegenschaftsgröße 800 m² 
Wohnhausfläche 130 m² 
Angebaute Garage 30 m² 
Angeschlossene G 3 (Keller, Erd- und Dachgeschoss)  

BFI. = (bbFl/2) x (G+1) + 15 % ubbFl (max. 75 m²)
BFl. = (130/2)  x  (3+1) + 500 x 15 % (max. 75 m²)
BFl. =    65       x     4    +     75 m² 
BFl. =  € 335 m²   

Wasseranschlussabgabe = BFI. x Es
Wasseranschlussabgabe = 335 m² x € 18,68
Wasseranschlussabgabe = € 6.257,80 exkl. USt.